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Cobi Pirates - Jacks' Piratenschiff - Review

April 6, 2020 - Lesezeit: 8 Minuten

Hallo zusammen,

während das Thema "Piraten" gerade beim dänischen Marktführer ein kleines Revival erlebt, schlummert das Thema bei Cobi leider gerade etwas ein. Aber noch gibt es die Piratensets aus polnischer Produktion. Ob sie es wert sind, aufgestöbert und gekauft zu werden, erfahrt ihr natürlich hier. Den Anfang macht Jack's Piratenschiff. Ob wir damit Schiffbruch erleiden, erfahrt ihr nach dem Break!

LEGO wirft man schon sehr lange vor, dass sie die ehemals so erfolgreichen Piratensets zu sehr mit Missachtung strafen. Mit der altehrwürdigen "Barracuda", wurde nun mit einem neuen Ideas-Entwurf neues Leben eingehaucht. Zuvor hatte man auch schon versucht, sich dem Thema über Disney's "Fluch der Karibik" Lizenz zu nähern. Obwohl diese Sets in Fankreisen trotz im Verhältnis hohen Preisen sehr beliebt waren, wurde die Lizenz 2017 leider wieder fallen gelassen.

Durch das Ausbleiben entsprechender Sets hat LEGO anderen Hersteller eine neue Nische eröffnet, die Hersteller wie Cobi nur zu gerne mit eigenen Sets bedacht haben.

Bei Jack's Pirate Ship handelt es sich um ein günstiges Einstiegsset in die Reihe wenn auch der Begriff "Schiff" in diesem Fall etwas weit gefasst ist. Bei diversen Händlern ist dieses Set für um die 10 EUR zu haben. Für diesen Preis erhaltet ihr 140 Teile und eine Figur.

Die Verpackung

Die Boxen von Cobi's Piratenserie sind für diese Preisklasse ungewohnt hochwertig gestaltet. Cobi verpackt seine Steine in einen sehr stabilen Karton. Die Steine sind dadurch für den weiten Weg aus Polen sehr gut geschützt. Den Hintergrund ziert eine angedeutete Schatzkarte.

Die Rückseite der Verpackung deutet die Spielfunktionen des Sets an. Diese halten sich bei einem Set in dieser Preiskategorie allerdings in deutlichen Grenzen. Das Steuerrad lässt sich drehen. Das war es dann aber auch schon an "besonderen" Funktionen. Interessant sind vielleicht noch die Glow-In-The-Dark-Lampen die auf dem Achterdeck angebracht werden. 

Der Aufbau

Auch die Bauanleitung ist schön gestaltet und greift das Piratenthema wieder auf. Lustig sind die in Admiralshüten angegebenen Bauschrittnummern. Bereits gebaute Abschnitt sind grau eingefärbt. Lediglich die im jeweiligen Bauschritt zu setzenden Steine sind farbig hervorgehoben.

Falls es euch an dieser Stelle nicht schon selbst aufgefallen ist: Der Rumpf von Jack's Piratenschiff ist ausschließlich aus Steinen gebaut und dadurch leider nicht hochseetauglich.

Ein netter Zug ist, dass Cobi die Noppen seiner steine, ähnlich wie LEGO, mit seinem Markennamen versieht. Das hebt Cobi zum einen optisch von vielen Herstellern aus Fernost ab, zum anderen stellt sich durch den Namensaufdruck recht schnell ein LEGO-ähnliches Baugefühl ein. Die Steine stechen nicht so deutlich aus der Menge heraus, wenn man diese gemeinsam mit den Steinen aus dem dänischen Lager verbaut.

Für den geübten Baumeister ist der Aufbau in ca. 15 - 20 Minuten erledigt. Jüngere Semester werden vielleicht lediglich Hilfe beim Einfädeln des Segels brauchen. Das Segel besteht aus einem Folienmaterial und mag es nicht so sehr, wenn man stark daran zieht.

Besondere Teile gibt es bei diesem Set nicht all zu viele. Hervorzuheben sind vielleicht die Piratenflagge und das Geländer das auf dem Achterdeck montiert wird. Da von beiden Teilen jeweils nur eines im Set enthalten ist, eignet sich das Set trotzdem nicht als Spender für diese Teilchen. Die Piratenflagge ist bedruckt, allerdings nur auf einer Seite.

Wie es sich für einen waschechten Piraten gehört, bringt Jack auch ein paar Ausrüstungsgegenstände mit, um sich feindlichen Enterversuchen tatkräftig erwehren zu können. Neben einer Steinschloss-Pistole gibt Cobi dem Kapitän ein Fernrohr und einen Karabiner mit auf den Weg.

Bei den Cobi-Figuren scheiden sich bei vielen die Geister. Vielen ist die Körperform zu schlacksig. Auch die Nase ist für einige gewöhnungsbedürftig. Ich muss sagen: Nachdem ich ein paar Cobi-Sets aufgebaut habe, gewöhne ich mich etwas an den eigentümlichen Look von Cobi's Minis. Der Druck auf Jacks Oberteil ist nicht besonders detailliert. Das geht gerade noch so durch. Die Rückseite der Figur ist nicht bedruckt.

Fazit

Nach etwa 15 Minuten steht das Schiffchen fertig auf unserem Bautisch. Bei dem Set handelt es sich ganz klar um den Volkswagen Polo unter den Piratenschiffen. Das fertige Boot bringt es gerade mal auf 18 cm Länge und 18 cm Höhe. Beeindruckend ist anders.

Die angedeuteten Geschütze hat Cobi mit grauen Eimern realisiert. Die Klemmkraft dieser Teile ist, verglichen mit dem Rest, unterirdisch. Hier hat sich Cobi wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Was sollen denn andere Freibeuter denken, wenn die Geschütze beim kleinsten Scharmützel im Kinderzimmer das Weite suchen? 

Die Spielmöglichkeiten mit diesem Set allein sind leider wirklich stark begrenzt. Bleibt nur zu hoffen, dass die kindliche Phantasie in der Lage ist, das Fehlen weiterer Funktionen durch die eigene Vorstellungskraft auszugleichen.

Aber halt! Schließlich ist dieses Set nur ein kleiner Bestandteil einer ganzen Reihe. In Verbindung mit den anderen Sets sieht der Spielwert wieder ganz anders aus. Das untere Foto ist ein kleiner Cliffhanger zum nächsten Set aus dieser Reihe. Freut euch also schon jetzt auf die Fortsetzung!

Welche Verbindung habt ihr zu LEGO's Piratensets? Habt ihr schon sehnlichst auf neue Piratensets gewartet oder geht dieses Spielthema total an euch vorüber? Lasst es mich gerne über die Kommentarfunktion wissen!

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