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CaDA C51043W - Buggy - Review

Februar 16, 2019 - Lesezeit: 11 Minuten

Hallo zusammen,

auch zu den dänischen Technic-Elementen gibt es diverse Nachahmer. In diesem Review stelle ich euch den ferngesteuerten Buggy C51043W von CaDA (Doubleeagle) vor und zeige euch, was dieses Set besser macht als vergleichbare LEGO-Sets. Alles weitere lest ihr nach dem Break!

Der Buggy ist mir bei einem Streifzug durch den Katalog von Gearbest aufgefallen. Besonders hat mich interessiert, wie das CaDA Power System funktioniert.

Von Doubleeagle gibt es viele Technic-ähnliche Sets, die mit einer 2,4 GHz Fernbedienung steuerbar sind. Dabei ist zwischen den alten und neuen Sets (wie diesem Buggy) zu unterscheiden. Details dazu findet ihr im Abschnitt zum CaDa Power System.

Bei diesem Buggy handelt es sich um eins der neueren Sets. Ich fand zudem das Design des Buggys interessant. Zu einem Blitzangebotspreis von etwas über 37 EUR habe ich bei Gearbest zugeschlagen. Für diesen Preis ein Set dieses Kalibers (522 Teilen) mit Power Functions und Fernsteuerung? Bei LEGO nicht zu bekommen.

Knappe zwei Wochen später lag das Schätzchen bei mir zu Hause.

Die Verpackung

Die erste Überraschung aus meiner Sicht war, dass Gearbest die Verpackung überhaupt mitgeschickt hatte. Ganz gerne werden diese weggelassen, um Volumen und somit Versandkosten zu sparen.

Die Verpackung war ein wenig in der Ecke geknautscht. Das ist leider bei dem langen Transportweg und durch die tausend am Versand beteiligten Hände wahrscheinlich nicht ganz zu vermeiden. Davon abgesehen war der Zustand der Verpackung aber Tipptopp.

Auf der Vorderseite ist der Buggy direkt in voller Fahrt zu sehen. Im rechten Bereich sind die mitgelieferten Komponenten des CaDA Power System zu sehen.

Mitgeliefert werden ein Servo, ein Motor (vergleichbar mit dem LEGO L-Motor), ein LED-Paar, die Batteriebox mit integriertem Receiver und die Fernbedienung.

Die Rückseite geht auf die weiteren Funktionen des Modells ein. Das Set verfügt über eine vollständige Federung der Vorder- und Hinterachse, sowie einen Zweizylinder V-Motor, der über den Motor mit angetrieben wird.

Jetzt will ich den Kram aber auch mal aus der Nähe begutachten.

Der Inhalt

Beim Öffnen der Box überkommt mich die Nostalgie. LEGO hatte bei seinen Sets aus den 80ern und frühen 90ern ähnliche Formschalen verwendet. Gerade die besonderen Teile wurden darin herausgestellt. Zudem wirkt diese Form der Verpackung deutlich hochwertiger, als ein loses Tüten-Sammelsurium. Leider kriegt LEGO das nur noch bei Sets der Preisklasse über 200 EUR hin. Sowas würde ich mir auch heute von den Dänen wieder wünschen.

Die Qualität der deTech-Steine selbst ist tadellos. Der Kunststoff fasst sich ebenso hochwertig an, wie das dänische Pendant. Es riecht nichts, die Teile sind sauber entgratet und es ist nichts beschädigt, oder verbogen. Dabei sind die Liftarme gefühlt etwas materialsparender entworfen.

Die Tüten sind in diesem Fall nicht durchnummeriert. Also ging es ohne viel sortieren zu müssen gleich an den Aufbau.

Der Aufbau

Kein Aufbau ohne Anleitung. Hier glänzt CaDA, indem aus allen bekannten Welten das Gute übernommen und das Schlechte einfach weggelassen wurde. Die Anleitung kommt ohne Worte aus und ist klar verständlich.

Im ersten Schritt steht der empfohlene Funktionstest von Servo und Motor an. Hier gab es keine bösen Überraschungen. Alles funktionierte gleich auf Anhieb. Während des Aufbaus habe ich den Batterieblock bereits per Power Bank und beigelegtem Micro-USB-Kabel aufgeladen.

Bei der Gestaltung hat sich CaDA die dänischen Anleitungen zum Vorbild genommen. Die einzelnen Bauschritte jedoch sind entgegen der Anleitung von LEGO so ausgeführt, dass nur die für den aktuellen Bauschritt notwendigen Steine farbig hervorgehoben sind. Steine aus bereits abgeschlossenen Bauschritten sind grau dar gestellt.

Lustig fand ich auch den beigelegten Teiletrenner in trans-blue. Auch wenn sich mir der Sinn eines solchen bei einem Technic-Set nicht wirklich erschlossen hat. Aber wie sagt man: Lieber man hat was und braucht's nicht...

Ein kleines Highlight für mich waren die riesigen Reifen. Die kriegt man bei LEGO ohnehin bei kaum einem aktuell verkauften Set. Bei einem günstigen schon gar nicht. Hier gibt es sie bei einem Set in der Preisklasse unter 40 EUR. Allein dafür hat es sich schon fast gelohnt.

Der Aufbau ist dank der guten Anleitung schnell erledigt. In einer guten Dreiviertelstunde war ich mit allem durch. Der Aufbau sollte im Grunde auch für jüngere Baumeister zu schaffen sein. Diese werden allerdings an der einen oder anderen Stelle (Differential, Antriebswellen und Verlegen der Verkabelung) etwas Unterstützung eines erfahreneren Steinesammlers benötigen.

An vielen Sets aus Fernost werden gerne die Pin-Verbindungen (besonders bei den blauen Dreier-Pins) kritisiert. Hier kann von Kritik keine Rede sein. Die Pins halten genau so fest wie die LEGO-Gegenstücke. Ich hätte hier keinerlei Bedenken, diese gemeinsam mit einem LEGO Technic Set zu verbauen. Die unterschiedliche Friktion zwischen grauen und schwarzen Pins ist hier ebenfalls festzustellen. Hier gibt es von mir einen eindeutigen Daumen nach oben!

CaDA Power System

Die alten Sets (wie z. B. der Police Cruiser) haben einen großen und schwarzen Block, in dem alle Elektronik und Motoren integriert sind. Auf diesem Block kann man dann sein Auto aufbauen. Das funktioniert gut, hat aber diverse Nachteile. Zum einen verwendet CaDA bei diesen alten Sets noch einen veralteten Nickel-Akku, der dazu auch noch mit einem proprietären Ladekabel aufgeladen werden muss.

Die neuen Sets werden jedoch mit dem von CaDA "Power System" genannten Fernsteuerungen ausgerüstet. Die Namensgleichheit zu den Power Functions von LEGO kommt nicht von ungefähr. Das Power System von CaDA ist elektrisch (Stecker und Ansteuerung) vollständig zu den LEGO Power Functions kompatibel.

Das heißt, wir bekommen hier einen Batteriebox mit einem aktuelle, per USB aufladbaren Lithium-Ionen-Akku in Verbindung mit einer 2,4 GHz Fernsteuerung für unsere geliebten Power Functions. Auf den klobigen Power Functions IR-Receiver kann bei dieser Kombination vollständig verzichtet werden. Meine Herren, ist das nichts!?

Ich hab's nicht nachgewogen, aber die Fernbedienung ist ohne Batterien sehr leicht. Dadurch macht sie einen etwas windigen Eindruck. Durch das Einsetzen der zwei AA-Batterien wird diese Anmutung gefühlt etwas besser. Aber mal unter vier AFOL-Augen: Die Fernbedienungen von LEGO sind was das angeht auch keinen Deut besser und die Sets kosten bei gleichem Inhalt doppelt so viel. Finde den Sparfuchs!

Kleiner Wermutstropfen: Der Batteriedeckel meiner Fernbedienung war als einziges Teil in dem ganzen Set (minimal!) verkratzt. Wie sowas trotz der ordentlichen Verpackung in Formschalen passieren kann, weiß nur CaDA. Ich vermute, dass der für die Qualitätssicherung der Fernbedienung zuständige Mitarbeiter beim Aufschrauben des Deckels mit dem Schraubendreher abgerutscht ist. Die Funktion ist davon aber nicht beeinträchtigt. 

Der beiliegende Motor taugt, um den Buggy in einem kindgerechten Tempo, ähnlich dem Tracked Racer von LEGO anzutreiben. Damit ist der Buggy keine Sportskanone und allzu steile Hügel traue ich ihm auch nicht zu, aber für die kleine Spritztour in der Wohnung oder der Terasse taugt der Vortrieb allemal. Schlussendlich handelt es sich hier um ein Spielzeug und keine Maschine zum Rekorde brechen.

Cool ist auch die Beleuchtungsfunktion. Allerdings ist es schade, dass zum Einschalten des Lichtes der Knopf des entsprechenden Kanals festgehalten werden muss. Nimmt man den Finger wieder vom Knopf, gehen die Lichter aus. Die Lichter werden über die linken Schultertasten auf der Fernbedienung gesteuert. Es gibt ab Werk keine Möglichkeit, die Schultertasten "einzurasten". Aber an der Fernbedinung gibt es seitlich Pin-Löcher und die Schultertasten können ebenfalls Cross-Axles aufnehmen. Vielleicht fällt mir hier ja noch eine schlaue Erweiterung ein.

Fazit

Tja, was soll ich sagen... CaDA macht vieles sehr richtig. Die Teilequalität ist der Hammer und ist uneingeschränkt mit LEGO vergleichbar. Die Optik des Buggys finde ich persönlich gelungen.

CaDA hält sich mit Stickern dezent zurück. Gerade sieben Stück sind auf dem Modell angebracht. Diese haben geringen Nährwert und es wäre auch nicht schlimm, wenn man diese einfach weg ließe.

Der wahre Oberhammer steckt aber im Inneren des Buggys. Mensch LEGO... Du hättest uns noch eine ganze Weile mit den Power Functions glücklich machen können, wenn du geschnallt hättest, dass viele keinen Wert auf die Steuerung von LEGO-Modellen per Bluetooth über ein Smartphone legen. Endlich eine halbwegs zeitgemäße Funkfernbedienung in Verbindung mit einer Batteriebox mit Akku und vier (4 !!!elfdrölf) Power Functions Ports zu haben... Es könnte so einfach sein.

Klar, mit dem neuen Liebherr 9800 wird es auch Control+-Smarthubs mit 4 Ports geben. Diese haben dann aber den Nachteil, dass die Ports der Smarthubs nicht gestackt werden können. Dies wiederum geht mit der CaDA-Batteriebox einwandfrei.

Allein schon, um an einen zweite Batteriebox mit Fernbedienung zu kommen, juckt es mich im Zeigefinger. Bei dem sagenhaften Preis von unter 40 EUR ist ein Kauf alleine zum Ausschlachten eigentlich ein No-Brainer.

Was haltet ihr von dem Set? Habt ihr schon Erfahrungen mit anderen Sets von CaDA gemacht? Lasst es mich gerne über die Kommentarfunktion wissen.

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